
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Förderung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit im Verlauf des Lebens. Die Erwerbsbiographie trägt hierzu einen entscheidenden Teil bei.
Klima und Gesundheit
Der sich in den letzten Jahren vermehrt bemerkbar machende Klimawandel trifft die gesamte Gesellschaft: Besonders vulnerable Gruppe sind allerdings Ältere und Chroniker. Das bisherige Gesundheitssystem ist noch nicht darauf ausgerichtet, die Risikofaktoren des Klimawandels für die Menschen nachvollziehbar zu vermitteln, Handlungsoptionen zum Schutz der Gesundheit aufzuzeigen und Empfehlungen für einen klimafeundlichen Lebensstil zu formulieren. Die Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung unterstütz das junge Forschungsfeld Klimawandel und Gesundheitswesen, um die notwendigen Anpassungen für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung zu beschleunigen.
Sport und Alter
Die Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung setzt sich dafür ein, dass Gesundheit und somit selbst bestimmtes und sinnerfülltes Leben im Alter so lange wie möglich erhalten bleiben kann. Bewegung und sportliche Aktivität gewinnen immer mehr an Bedeutung im Hinblick auf ein gesundes und erfülltes Leben bis ins hohe Alter. Alte Glaubenssätze von fehlender Trainierbarkeit im Alter und vorbestimmten Verfall sind längst wissenschaftlich widerlegt. Dennoch muss konstatiert werden, dass die jetzige ältere Generation wenig Bewegung in ihren Alltag integriert hat. Es wird also wichtige Aufgabe im Sport sein, eine zukunftsfähige Vision vom Leben in einer Gesellschaft des langen Lebens zu entwickeln.
Beruf und Alter
Die Lebensbedingungen älterer Menschen haben in den letzten Jahrzehnten erheblich an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch den sich vollziehenden demographischen Wandel. Unsere Gesellschaft wird bei sinkenden Bevölkerungszahlen immer älter. Dies erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Alter“ und „Altern“, aber auch mit verschiedensten Anpassungsprozessen in nahezu allen Gesellschaftsbereichen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes sind derzeit 25 Prozent der deutschen Bevölkerung über 60 Jahre alt: Hochrechnungen haben ergeben, dass im Jahr 2050 die Zahl derer, die über 60 Jahre alt sind, um weitere 10 Millionen steigen wird. Hauptursachen dieser Entwicklung sind zum einen die sinkenden Geburtenzahlen und zum anderen die stetig steigende Lebenserwartung. Während Frauen heute im Durchschnitt 80 Jahre und Männer 74 Jahre alt werden, lag die Lebenserwartung noch vor 100 Jahren bei durchschnittlich 45 Lebensjahren.
Stiftungsgeschichte
Am 14. März 2002 wurde die Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung gegründet und setzt sich seitdem dafür, dass Gesundheit und somit ein selbst bestimmtes Leben im Alter so lange wie möglich erhalten bleiben kann. Mit den Finanzmitteln der Stiftung sollte die Gesellschaft etwas vom unternehmerischen Erfolg der Beckers zurückbekommen.
1977 eröffneten Marie-Luise und Dr. Ernst Becker ihre erste Rehabilitationsklinik in Bad Essen. In den Folgejahren kamen schnell weitere Kliniken, davon zahlreiche Neugründungen, hinzu. Das Unternehmen ist im Laufe der Jahre organisch und solide gewachsen. Ein gesunder Blick für das aktuell Machbare, kombiniert mit eine unternehmerischen Denkweise, die auf Nachhaltigkeit und persönliche Verantwortung setzt, haben dazu geführt, dass die Dr. Becker Klinikgesellschaft beständig zu den Top Ten der Rehabilitationsbranche gehört – trotz tief greifender Marktumwälzungen in den 90er Jahren.
Der Ausbau des Unternehmens zu einem breit aufgestellten Gesundheitsdienstleister begann 1997 mit der Eröffnung einer Seniorenpflegeeinrichtung. Damit war der Grundstein für den Unternehmensbereich Vitalis Wohnpark gelegt, der mittlerweile an fünf Standorten hochwertige stationäre Pflegedienstleistungen anbietet. Die Eröffnung ambulanter Therapiezentren unter dem Namen Dr. Becker PhysioGym führte im neuen Jahrtausend zu einem weiteren Expansionsschub. Seit 2001 werden an drei Standorten medizinische Prävention, ambulante Rehabilitation und Physiotherapie angeboten. Hier schließt sich die Versorgungskette für Patienten, die nach einer stationären Rehabilitation weitere, medizinisch fundierte Leistungen in Anspruch nehmen wollen oder müssen.
„Ein paar Wochen vor dem Tod meines Mannes hatten wir uns aber noch einen Herzenswunsch erfüllt, indem wir eine Stiftung gründeten.“
Marie-Luise Becker
Dr. Ernst Becker wurde zu Beginn des neuen Jahrtausends krank. Das Ehepaar Becker beschloss deshalb, das Unternehmen auf die beiden Töchter Ursula und Petra zu überschreiben. „Es war unser gemeinsamer Wille, dass das Unternehmen ein Familienunternehmen bleibt“, erklärt Marie-Luise Becker. „Wir wollten immer, dass unsere Kinder sich frei entwickeln, aber umso mehr haben wir uns gefreut, dass die Beiden Interesse am Unternehmen fanden. Mein Mann verstarb aber leider zwei Tage vor dem vereinbarten Notartermin, bei dem die Übertragungsverträge besiegelt werden sollten.“ Der Geschäftsanteil des Vaters ging daraufhin direkt an beide Töchter, Marie-Luise Becker gab ihren dann auch wenig später ab.
Vorstand
Der Vorstand besteht aus zwei Personen und ist ehrenamtlich tätig. Als Vorständinnen sind benannt Frau Dr. Petra Becker und Frau Dr. Ursula Becker Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Der Stiftungsvorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und der Satzung den Willen der Stifter so wirksam wie möglich zu erfüllen. Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere die Verwaltung des Stiftungsvermögens einschließlich der Führung von Büchern und der Aufstellung des Jahresabschlusses. Er fasst alle Beschlüsse über die Stiftungsmittel und die Verwendung der Erträgnisse des Stiftungsvermögens.

Dr. Ursula Becker

Dr. Petra Becker
Satzung
Unser Satzungszweck ist die finanzielle Förderung der medizinischen Wissenschaft und der medizinischen und therapeutischen Forschung im Sinne des bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodells der WHO und eines ganzheitlichen Medizinverständnisses. Der Zweck wird insbesondere durch die finanzielle Förderung solcher Forschung oder Initiativen verwirklicht, die der Entwicklung von neuen Behandlungs- und Betreuungsmethoden oder Medikamenten und dem Transfer in die Praxis dient oder der Erforschung der Auswirkungen von Behandlungs- und Betreuungsmethoden oder Medikamenten besonders bei älteren Menschen. Außerdem wird der Stiftungszweck insbesondere erfüllt durch die finanzielle Unterstützung der wissenschaftlichen Bildung und Weiterbildung von Ärzten und anderen medizinischen und therapeutischen Personal für Forschungstätigkeiten, beispielsweise durch die Vergabe von Stipendien – und zwar auch für Auslandsaufenthalte -, Preisvergabe für herausragende Leistungen oder Projektförderung.
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